Was bleibt von deiner Rente wirklich übrig?
Eingaben einstellen. Ehrliche Zahlen sehen. Vergleichen, was passiert wäre, wenn dieselben Beiträge in einen breit gestreuten Aktienindex geflossen wären — inkl. Steuern, Inflation und Caveats.
Was wäre, wenn dieselben Beiträge in einen ETF geflossen wären?
18,6 % deines Bruttos pro Jahr (DRV-Beitragssatz) als Aktiensparplan. Vergleichswerte unten sind netto — nach Steuern und Sozialabgaben.
Vermögensaufbau im Vergleich
Kumulierter Wert: gesetzliche Beiträge (nominal) vs. ETF-Sparplan-Endkapital.
Was bei diesem Vergleich oft unter den Tisch fällt — die ehrlichen Caveats
Aktien schlagen historisch oft die gesetzliche Rente. Aber der Vergleich ist nicht 1:1 fair. Vier Punkte, die jeder Aktienfan unterschlagen sollte.
Der DRV-Beitrag deckt auch Erwerbsminderung, Hinterbliebene und Reha. Wer rein in Aktien geht, muss diese Absicherungen privat einkaufen — das frisst Rendite.
Ein Crash zwei Jahre vor Rentenbeginn kann 30 Jahre Aufbau halbieren. Die gesetzliche Rente kennt dieses Risiko nicht — sie zahlt unabhängig vom Börsenstand.
Privatanleger erzielen laut DALBAR-Studien im Schnitt 3–4 Prozentpunkte unter Indexrendite, weil sie panikverkaufen. Die theoretischen 6 % werden selten zu deinen 6 %.
Die Rente ist nur teilbesteuert (84 %, mit Freibetrag). ETF-Auszahlungen mit KapESt — im Detail oft günstiger als gedacht, im Rechner realistisch berechnet.
Was dieser Rechner nicht berücksichtigt
Ein Tool kann nicht jede Lebenssituation abbilden. Diese Punkte fehlen — sie können dein Ergebnis erheblich beeinflussen:
Krankheit, Unfall, Tod des Partners — die DRV zahlt hier zusätzlich, ein ETF nicht.
Mütterrente, Anrechnungszeiten für Kindererziehung und häusliche Pflege — können viele zusätzliche Entgeltpunkte bringen.
Arbeitslosigkeit, Krankheit, Sabbatical, Auslandsbeschäftigung, Studium — der Rechner unterstellt durchgängige Beiträge.
Versorgungsausgleich kann Punkte zu- oder abführen. Hier nicht abgebildet.
Riester, Rürup, betriebliche Altersvorsorge, Beamtenpension, berufsständische Versorgungswerke — nicht enthalten.
Steuerreformen, Änderungen der Rentenformel, Anpassungen der Haltelinie nach 2031 — alles unbekannt.
Volatilität, Sequence-of-Returns-Risiko, Inflation, Verhaltens-Gap — die Annahme einer konstanten Rendite ist eine Modellvereinfachung.
Heimkosten, Eigenanteil Pflege, höhere Krankenversicherungsbeiträge — können das Netto-Rentenbild kippen.
Verbindlich ist nur deine persönliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Dieser Rechner ist ein Modell, das dir hilft, Größenordnungen zu verstehen — nicht mehr und nicht weniger.
Quellen & Haftungsausschluss
Quellen: Deutsche Rentenversicherung (Rentenanpassung 2026, Rechengrößen, Standardrente), Statistisches Bundesamt (Destatis, EU-SILC 2024 und 2025, Grundsicherung), BMAS, Bundesregierung (Altersvorsorgereformgesetz vom 27.03.2026), Aktivrentengesetz (Bundesrat 17.10.2025), Deutsches Aktieninstitut (DAX-/MSCI-World-Renditedreiecke), DALBAR Quantitative Analysis of Investor Behavior 2024, Bundesfinanzministerium (Rentenbesteuerung). Stand: Mai 2026.
MS Business Training & Coaching GmbH — Persönliche Analyse & Recherche — keine Anlage-, Steuer- oder Unternehmensberatung. Diese Auswertung öffentlich zugänglicher Quellen ist ein Bildungs-Werkzeug und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer-, Unternehmens- oder Rechtsberatung dar. Die Berechnungen sind Modellrechnungen mit vereinfachten Annahmen — die tatsächliche Rente, Besteuerung und Anlage-Performance kann erheblich abweichen.
Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für künftige Erträge. Aktienanlagen unterliegen Kursschwankungen und können zu Verlusten bis hin zum Totalverlust führen. Zahlen, Steuersätze und gesetzliche Rahmenbedingungen können sich jederzeit ändern. Jede individuelle Entscheidung über Vorsorge, Steuern oder Anlagen sollte auf Basis einer persönlichen Prüfung und ggf. unter Hinzuziehung zugelassener Fachpersonen (Steuerberater, Honorarberater, Rechtsanwälte) erfolgen.